Die Anwendung von Weihrauch und dessen Wirkung

Weihrauch

Weihrauch stellt das getrocknete Harz des Weihrauchstrauches dar. Das Harz ist gelb bis rötlich-braun. Als Weihrauch wird auch der Rauch bezeichnet, der entsteht, wenn das Harz verbrannt wird. In Kapseln, als Räuchermischung und in Salben wirkt es gegen durch Entzündungen verursachte Schmerzen.

Was ist Weihrauch?

Der Weihrauchbaum gehört zu den Balsamgewächsen und erreicht eine Höhe von etwa zwei bis sieben Meter. Er wächst auf sehr trockenen Böden. Optisch auffällig ist, dass er nur wenig belaubt ist und die Rinde dazu neigt, abzublättern. Weihrauchbäume wachsen bevorzugt in Wüstengebieten. Von dieser Pflanzen gibt es unterschiedliche Sorten, die jeweils in anderen Gebieten anzutreffen sind. Die Boswellia Sacra beispielsweise wird auch als Arabischer Weihrauch bezeichnet. Die Boswellia Serrata ist in Indien beheimatet. Daneben gibt es noch andere Sorten, die in Westafrika oder Ägypten wachsen. Die Arten unterscheiden sich auch hinsichtlich des Harzes, welches aus ihnen gewonnen werden kann. Das Harz wird auch Olibanum genannt und besteht aus ätherischen Ölen, Schleimen, Protein und verschiedenen Harzen, die einen Anteil von 50% bis 70% am Gemisch ausmachen.

Die Geschichte des Weihrauchs

Die meisten Menschen assozieren Weihrauch mit religiösen Ritualen. Früher wurde Weihrauch als Opfergabe verwendet. Allerdings hat Weihrauch eine ganz besondere, wohltuende Wirkung auf den menschlichen Körper. Weihrauch ist schon seit Jahrtausenden als Heilmittel bekannt. Vor allem in der ayurvedischen Tradition ist Weihrauch fest verankert. Hippokrates und andere Ärzte nutzten Weihrauch als Mittel zur Beschleunigung der Wundheilung. Außerdem sollte es gegen Verdauungsbeschwerden und Atemwegserkrankungen helfen. Im Mittelalter nutzte es auch Avicenna, der berühmte persische Arzt. Dieser war der Ansicht, Weihrauch stärke den Geist. Im 19. Jahrunder wurden die Menschen in Europa auf die entzündungshemmende Wirkung aufmerksam. Kurz darauf aber geriet das Harz aber für einige Jahre in Vergessenheit. Heutzutage bekommt man Weihrauch in Kapselform oder in Salben verarbeitet aus der Apotheke. In anderen Geschäften werden Räucherstäbchen und Öle mit Weihrauch verkauft.

Wie wird Weihrauch gewonnen?

Damit der Quarz seine starke Wirksamkeit bekommt, muss die Bodenbeschaffenheit stimmen. Auch der Standort hat einen großen Einfluss auf das Harz. Dieser unterscheidet sich unter anderem in Wirkung und Farbe. Die Produktion von Weihrauch fängt immer von Ende März bis Anfang April an. Die Ernte streckt sich über mehrere Monate. In dieser Zeit wird die Rinde des Weihrauchbaumes angeschnitten. Die Kerben sind sehr tief und betragen sechs bis acht Zentimeter. Aus den frischen Schnitten tritt dann eine weiße und klebrige Flüssigkeit aus. Diese Flüssigkeit trocknet allmählich und wird zum Harz. Es finden mehrere Ernten statt. Die erste Ente ergibt kleinkörniges, relativ dunkles Harz, welches auf dem Markt günstig angeboten wird. Das Harz der letzten Ernte ist sehr grobkörnig und weiß. Dieses ist ungefähr 15 mal teurer als das Weihrauchharz der ersten Ernte. Das liegt daran, dass der Duft des Weihrauchs sich beim Verbrennen viel stärker entfaltet.

Die Wirkung von Weihrauch

In der modernen europäischen Naturheilkunde wird Weihrauch als Mittel gegen entzündliche Krankheiten, wie Arthritis, Morbus Crohn und ähnlichen Krankheiten eingesetzt. Die wirksamen Stoffe, welche hier interessant sind, sind die Boswellia-Säuren. Forscher fanden heraus, dass diese Entzündungen stoppen können. Eine Untersuchung aus dem Jahr 1991 ergab, dass die Acetyl-11-keto-Boswelliasäure im Harz die Leukotrienebiosynthese verlangsamt und dadurch Entzündungen abmildert. Eine Studie von 2012 zeigte außerdem, dass inbesondere die Boswellia carterii, welches im Nordosten Afrikas, in den Ländern Jemen, Äthiopien, Somalia und Eritrea vorkommt, die Synthese von Prostaglandin E2 aufhält. Für den medizinischen Gebrauch wird aber hauptsächlich das Harz der Boswellia Serrata, also der indische Weihrauch, verwendet. Unter anderem das Prostaglandin E2 ist dafür verantwortlich, dass die Gefäße sich bei einer Entzündung erweitern und und die Stellen zu schmerzen beginnen.

Welche Beschwerden lassen sich gut mit Weihrauch behandeln?

Da Entzündungsprozesse nachweislich durch die Wirkstoffe im Weihrauch gemildert oder gar gestoppt werden können, kann Weihrauch zusätzlich zur Behandlung chronisch entzündlicher Krankheiten eingesetzt werden. Darunter fallen Rheuma, Polyarthritis, Morbus Crohn, Asthma, Entzündungen im Mundraum usw. Weihrauch hat aber auch einen Effekt auf die Psyche. So hat er eine leicht antidepressive und angstlösende Wirkung. Je nach Beschwerde ist die äußere oder die innere Anwendung sinnvoll. In Apotheken werden wenige Präparate angeboten. Trotzdem gibt es eine Auswahl zwischen Ölen, Kapseln, Räucherwerken, Cremes und Kau-Weihrauch. Wer Weihrauch in Form von Kapseln zu sich nehmen möchte, ist gut beraten, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Nur so ist eine optimale Dosierung möglich.

Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es?

Nebenwirkungen von Weihrauch gibt es kaum. Es kann bei der inneren Anwendung durch Kapseln oder Tabletten zu Problemen im Magen-Darm-Trakt kommen.

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