Praktizierende Schamanen in Deutschland

Was ist Schamanismus?

Die Wurzeln des Schamanismus reichen grundsätzlich zurück bis in die Altsteinzeit. Möglicherweise reichen sie sogar bis in die Zeit der Neandertaler zurück. Auch damals war der Schamanismus bereits ein spiritueller Weg zu einem Mysterium, dessen Verständnis sich dem Großteil der Menschheit entzieht. In der Altsteinzeit bemühten sich die Menschen, Wege für das Überlegen zu suchen und andererseits den Tod begreifen zu können. Die Wege für das Überleben konnten jedoch nur unter der Aufbietung sämtlicher Kräfte bewältigen. Schamanismus ist natürlich nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt zu finden. Weder ist der Schamanismus ein Heilmittel für eine Krankheit, eine Methode oder Technik, noch ist er eine Religion. Von seinem Wesen her ist der Schamanismus grundsätzlich der individuelle Ausdruck eines Mysteriums, das unbegreiflich scheint. Einige Menschen finden ihn durch Heilung, während der Schamanismus für andere Menschen die Tür zu einem vollkommen neuen Leben geöffnet hat.

Wie arbeiten praktizierende Schamanen?

Grundsätzlich verwenden praktizierende Schamanen die Lebensenergie und den Spirit eines Menschen als Hilfsmittel ihrer Arbeit. Praktizierende Schamanen entwickeln auch heute noch zunächst ihre eigene Bindung zu den Tieren, Pflanzen, zu den Elementen und zur Erde. Auch wird eine Beziehung zu den eigenen Geisthelfern und Talenten entwickelt. Dabei besteht die wohl größte Herausforderung darin, dass die Talente der Schamanen in die “moderne” Welt gebracht werden müssen. Auch die heutigen Schamanen zeichnen sich dadurch aus, dass sie etwas dienen, das viel größer ist, als sie es selbst sind. Oftmals haben praktizierende Schamanen selbst eine Krise durchleben müssen. Nach eine solchen Krise konnten sie die Welt in der Regel selbst aus einer größeren Perspektive sehen. Im Idealfall setzen praktizirende Schamenen ihre erweiterte Perspektive und ihre Erfahrungen ein, um in ihrer Umgebung und bei ihren Klienten nicht nur Wachstum, sondern auch Heilung erreichen zu können. Je nach Thematik und Klient kommen verschiedene Zeremonien und Rituale zum Einsatz. Beispiele hierfür sind die Übergangszeremonien, das Räucherritual, Ablöseritual oder die Rituale für die Urelemente.

Die Behandlungsweise der praktizierenden Schamanen

Alle Behandlungsmethoden, die von den praktizierenden Schamanen angewandt werden, basieren grundsätzlich auf einem höheren Zustand des Bewusstsein. Durch diesen höheren Zustand des Bewusstseins kann Kontakt zur spirituellen Welt aufgenommen werden. Der praktizierende Schamane nimmt sowohl mit den guten Geistern dieser Welt als auch mit den schlechten Geistern Kontakt auf und nutzt dazu unter anderem Räuchermischungen. Der Schamane befindet sich hierbei in einer Art Trance, was die Voraussetzung für die Kontaktaufnahme zur spirituellen Welt darstellt. Bei Trance handelt es sich um einen bestimmten Zustand, der mit dem Schlafzustand verglichen werden kann. Dennoch besitzt der praktizierende Schamane in Trance einen Geist, der besonders hell ist. Bei diesem hellen Geisteszustand handelt es sich wiederum um das Fundament, welches ermöglicht, dass der Schamane heilend und hellseherisch tätig sein kann. Der Körper des Schamanen bleibt auch in Bewegung, während er in Trance ist. Nicht selten werden in Trance sogar Tänze ausgeführt, sodass sich der Schamane nahe der Ekstase befindet. Der Geist des Schamanen unternimmt während dieser Zeit eine Reise durch die unterschiedlichen Welten. Innerhalb derer erfährt er Visionen. Oftmals begibt sich der Schamane ins Jenseits und nimmt Kontakt zu den Toten auf. Die Reise in die verschiedenen Welten ermöglicht es dem Schamanen, Weisheit und Wissen zu erlangen, um Kranken mit der neu gewonnenen Kraft helfen zu können.

Wogegen hilft der Schamanismus?

Grundsätzlich hilft die Behandlung, die durch praktizierende Schamenen ausgeführt wird, gegen Unlust, körperliche Schwäche, Kraftlosigkeit, Antriebsschwäche sowie gegen Angst- und Panikzustände. Auch gegen innere Unruhe, Müdigkeit, anhaltende Erschöpfung, Depressionen und Nervosität kann der Schamanismus helfen. Wer mit aktuen Schmerzen, Existenzangst oder chronischen Schmerzzuständen zu kämpfen hat, kann eine schamanische Behandlung in Betracht ziehen. Der Schamanismus fördert bei den Behandlungen das Immunsystem, die Selbstheilungskräfte, die Vitalität, Lebensfreude und die innere Kraft. Zusätzlich fördert Schamanismus die Heilung von Krebs, Herzkrankheiten, die Heilung von Suchtkrankheiten und rheumatischen Leiden, lindert Menstruationsbeschwerden, kann Blockaden auflösen, die Heilung von Migräne fördern und Prüfungsangst beheben.

Welche Schamanen sind echt und wo sind diese zu finden?

Insbesondere im Internet gibt es zahlreiche sogenannte Plastik-Schamanen, die nicht echt sind. Somit ist es gar nicht so einfach, einen echten Schamanen ausfindig machen zu können. Um einen echten Schamanen finden zu können, sollte unbedingt überprüft werden, welche Art von Schamanismus der jeweilige Schamane praktiziert. Auch ein Blick auf die verschiedenen spirituellen Elemente lohnt sich. Es sollte auf Methoden wie Channeling, Meditation, Reiki, Feng Shui, die Chakraheilung oder TCM geachtet werden. Diese spirituellen Elemente stammen in der Regel aus unterschiedlichen, außereuropäischen Kulturen wie China, Indien oder Südamerika sowie aus verschiedenen Religionen wie dem Hinduismus, dem Christentum oder Buddhismus. Werden diese spirituellen Elemente zusammengeführt und dementsprechend als Schamanismus verkauft, handelt es sich in der Regel nicht um einen echten Schamanen, sondern um einen Plastik-Schamanen, der sich lediglich als Schamane betitelt. Bei der jeweiligen Selbstdarstellung sollte auf den schamanischen Einweihungsweg, den bisherigen Lebenslauf und auf die bereits vorhandenen Erfahrungen der Person geachtet werden. Personen, die mit scheinbaren Zertifikaten nur so um sich wirft oder Personen, die keinerlei schamanische Initation hatten, sind in der Regel ebenfalls Plastik-Schamanen. Den richtigen Schamanen ausfindig zu machen, kann durchaus eine Zeit lang dauern. Ganz besonders wichtig ist weder das Geschlecht, noch das Alter des Schamanen, sondern vielmehr, dass das Vertrauen zwischen Schamane und Klient stimmt. Dementsprechend ist oftmals ein wenig Geduld gefragt, denn Schamanen sind schließlich nicht an jeder Ecke zu finden. Ein seriöser Schamane unterhält sich in der Regel zu Beginn lange mit seinen zukünftigen Klienten, sodass ein Kennenlernen stattfinden kann.